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[In Luris Gasthaus]
Fenriz verweilte noch ein wenig im Gasthaus. Er wollte erst einmal die gesammelten Eindrücke von den Wesen die er hier kennengelernt hatte verarbeiten. Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück und liess die Gedanken schweifen...
Diese Echsenfrau hatte es ihm wirklich angetan: ihre einerseits schüchterne und kurze knappe Art, anderseits dann aber der feste kräftige Händedruck den sie ihm erwidert hatte - diese Mischung gefiel ihm. Dann noch dieser Geruch einer Dämonin, der ihr anhaftete... In welchen Kreisen verkehrte sie wohl? Dieses Rätsel musste Fenriz einfach lösen, er liebte Herausforderungen.
Auch die andere Frau war sehr interessant. Sie schien eine Fee zu sein, obwohl Fenriz noch nie eine getroffene hatte schien ihm das naheliegend. Schließlich hatte er schon viel über Feen in seinen Büchern gelesen. Auch über dieses Wesen musste er einfach mehr erfahren.
Er durfte sich das alles aber nicht anmerken lassen. Zu groß war die Gefahr wieder verletzt zu werden, wenn er seine wahren Gefühle zeigte. Immerhin kannte er diese Wesen erst sehr kurz und wer weiß was sie im Schilde führten.
Zufrieden mit seinen Überlegungen setzte Fenriz ein kurzes kaum sichtbares Lächeln auf, klopfte einmal auf den Tisch um die Wirtin zu rufen. Sie schien nicht da zu sein oder zu beschäftigt, so beschloss er seine letzten Goldstücke auf den Tisch zu legen und einfach zu gehen. Er hoffte dass niemand sie einfach stahl und einsteckte, aber selbst wenn konnte es ihm egal sein, er hatte seine Schuld hier beglichen!
Er trat durch das Loch, das einmal durch die Eingangstür gefüllt worden war, auf die Straße, blickte sich um und nahm die Witterung der beiden Frauen auf, um sie zu verfolgen.
[Stadt Charnet]
Schon nach kurzer Zeit sah er die beiden. Er erschrak als er sah, dass Eila bewusstlos am Boden lag und fing an zu laufen. Was war nur geschehen? Er kannte sie zwar nicht wirklich, doch machte er sich Sorgen und wollte ihr helfen.
Nach einem kurzen Sprint war er bei den beiden angekommen, kniete sich neben Eila, rüttelte sie kurz, doch keine Reaktion! Er klopfte ihr immer wieder leicht auf die Wangen, um sie wieder zu Bewusstsein zu bringen. Das brachte alles nichts, so lief er zum naheliegenden Brunnen, zog einen Eimer Wasser hinauf und rief dabei zu Saphira hinüber: "Was ist mit ihr passiert? Ist sie krank? Gab es einen Kampf?". Dann schüttete er den Eimer Wasser kurzerhand über Eila. Wenn das nichts brachte wusste er auch nicht weiter!
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